Der Rhein hat extremes Niedrigwasser und lässt Wassersport kaum zu. Da zieht es die Segler aus Walluf zu anderen Revieren…

Zweimal Ostsee international

Franz Schollmeyer nahm an zwei großen internationalen Regatten auf der Ostsee teil. Die 114 Teilnehmer der Vegvisir Regatta in Dänemark vor Nyborg hatten mit Starkwind und Dauerregen zu kämpfen. Franz erreichte mit Vorschoter Falko Braun in seiner Bootsklasse einen überragenden zweiten Platz. Auch bei der größten Einhand-Segel-Regatta der Welt, der Silverrudder rund um die Insel Fünen in der Ostsee mit 450 (!) teilnehmenden Yachten, gab es ordentlich Wind und Welle. Nach rund 21 Stunden überquerte Franz auf seinem Schiff „Firlefranz“ als neunter in seiner Bootsklasse die Ziellinie – eine absolut herausragende Einzelleistung!

Haie beißen in Mecklenburg europäisch

Nach vielen Jahren konnte sich eine Mannschaft vom Segelclub Rheingau wieder für die Teilnahme an der Europameisterschaft in der Bootsklasse Shark 24 qualifizieren. Bei der international hochkarätig besetzten Regatta auf der Mecklenburgischen Seenplatte vor Röbel hatten Sebastian Beyer, Sandra Haglauer und Paul Roßkopf mit den besonderen Herausforderungen des Reviers und technischen Problemen zu kämpfen. Sie landeten am Ende in der „Verfolgergruppe“. Dank einer großzügigen Rheingau-Riesling-Spende an die rund 30 „Konkurrenten“ aus fünf Ländern wurden sie aber schnell zu den gefühlten Siegern der Herzen. „Wir haben viel gelernt und wurden gegen Ende der Regatta immer besser. Insgesamt war die EM für uns alle ein großartiges Erlebnis“ so Paul Roßkopf.

Deutsche Segelbundesliga in Berlin

Die Bundesligamannschaft des SCR trat in Berlin auf dem Wannsee zum vierten und damit vorletzten „Spieltag“ gegen 16 Spitzenwettbewerber aus dem gesamten Bundesgebiet an. Die Mannschaft hatte sich 2025 erstmals in der Geschichte des SCR für die Bundesliga qualifiziert und hofft auch die Saison 2026 mit einem sicheren Platz für den Verbleib in der Liga abzuschließen. Bei den insgesamt 16 Rennen am Wochenende in Berlin konnten die Rheingauer mit ersten und zweiten Platzierungen glänzen, mussten sich aber auch bei einzelnen Rennen der harten Konkurrenz geschlagen geben. Derzeit ist es knapp – daher heißt es „Daumen drücken“. Erst am letzten „Spieltag“ (17. Oktober), ebenfalls auf dem Wannsee, steht dann fest, ob unsere Rheingauer auch 2027 wieder sicher dabei sind.

Sturm bei den Eidgenossen

Renate und Helmut Quermann nahmen mit  namens „Miles and More“ auf dem Thuner See in der Schweiz an der internationalen Klassen-Meisterschaft der Bootsklasse Tempest ihrer Tempest (dt. = Sturm) teil. Bei 14 Teilnehmern aus drei Ländern landete unser Team auf dem siebten Platz und war damit drittes  deutsches Schiff.

…das ergibt in Zahlen:

11 Segler, 4 Mannschaften in 4 verschiedenen Bootsklassen, 3 europäische Länder, mindestens 5000 km An– und Abreise an Land, über 330 Seemeilen auf dem Wasser und ungezählte helfende und unterstützende Freunde zuhause! “Das ist ein enormer persönlicher Einsatz, es sind großartige sportliche Erfolge und echte gelebte Völkerverständigung – wir sind sehr stolz auf unsere Segler“ fasst Uli Rosskopf, zweiter Vorsitzender des SCR, zusammen.